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Bloody Axe Wound
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BEWERTUNG |
15.05.2026 von MarSMit Bloody Axe Wound veröffentlicht Lighthouse Home Entertainment die zweite Independent-Horrorkomödie des Amerikaners Matthew John Lawrence, der bereits mit seinem Debüt Uncle Peckerhead - Roadie from Hell einen kleinen Hit landen konnte. Wir haben uns ins Revier eines Zombie-Serienmörders gewagt...
Schon seit vielen Jahren verfolgt Roger Bladecut (Billy Burke) ein erfolgreiches Geschäftsmodell. Während er tagsüber eine Videothek führt, sorgt er in der Nacht als maskierter Serienkiller dafür, dass ihm der Nachschub an Slashern in den Regalen nicht ausgeht, und dezimiert dafür munter die Teenager der örtlichen Highschool. Rogers Adoptivtochter Abbie (Sari Arambulo) weiß nicht nur über das Doppelleben ihres Vaters bescheid, sondern ist fest dazu entschlossen, in dessen Fußstapfen zu treten, und damit das Familienunternehmen fortzuführen. Doch dann lernt Abbie die gleichaltrige Sam (Molly Brown) kennen, und beginnt an den Traditionen ihrer Familie zu zweifeln. Als Sam schließlich auch noch als potentielles Opfer für den nächsten Teil von Rogers Slasherreihe ausgewählt wird, muss sich Abbie zwischen ihrem Vater und einem völlig neuen Leben entscheiden...
Serienkiller, Slasher, Komödie. Diese Mischung ist nicht neu, und wurde schon des Öfteren bemüht. Und doch liefert Bloody Axe Wound eine ganz eigene Zusammenführung dieser Genres, verneigt sich durch Referenzen und Easter-Eggs vor den Ursprüngen sowie dem Werdegang des Slashers und kombiniert das Alles sogar noch mit einer durchaus gelungenen Coming-of-Age Geschichte. Erfrischend einfallsreich und angenehm eigenständig. Bloody Axe Wound hebt sich jedoch nicht nur durch seinen Einfallsreichtum sowie die stets spürbare Liebe zum Slasher-Genre von anderen Independent-Produktionen ab, sondern auch durch die unerwartet starken darstellerischen Leistungen der Hauptfiguren Sari Arambulo und Molly Brown, die man beide durchaus auf dem Schirm behalten sollte. Gerade ihre zwischenmenschliche Dynamik funktioniert hier hervorragend, und macht einerseits das Coming-of-Age Element des Films zu einem ansprechenden Teil der Handlung, während der dadurch entstehende Dramaanteil einen schönen emotionalen Unterbau erhält. Wo Bloody Axe Wound das Geschehen mit gut platziertem Humor immer wieder auflockert, und sich die Inszenierung dadurch oftmals selbst nicht sonderlich ernst nimmt, sind allerdings auch zahlreiche wirklich deftige Splattermomente meist nicht allzu weit entfernt. Gorehounds werden hier mit einem zufriedenen Grinsen vor dem Bildschirm sitzen und sich zurecht fragen, wie solch ein blutiges Fest es mit einer FSK16-Freigabe durch die Prüfstelle schaffen konnte. Anlasten kann man Bloody Axe Wound eigentlich nur, dass sowohl die Grundprämisse als auch einige andere Aspekte der Inszenierung nicht sonderlich logisch oder glaubwürdig konstruiert wurden. Aber wieso sollte man das Alles überhaupt hinterfragen, wenn man gerade so viel Spaß daran hat...?
Details der Blu-ray
Qualitativ merkt man der Blu-ray die Independent-Herkunft der Produktion kaum an. Das Bild ist angenehm scharf und detailreich, der Kontrast ist gut eingestellt und auch der Schwarzwert weiß zu überzeugen. Die Farbdarstellung bleibt zudem durchwegs ansprechend und natürlich. Sogar die deutsche Fassung bietet eine unerwartet hochwertige Synchronisation, wogegen der Ton im Übrigen ein wenig schwach in den Bereichen Dynamik und Raumwirkung bleibt. Insgesamt aber gefällt auch die gut ausbalancierte und im Allgemeinen stimmige Tonspur. Cover & Bilder © Lighthouse Home Entertainment - All rights reserved. Das Fazit von: MarS
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