![]() |
Dracula - Die Auferstehung
|
BEWERTUNG |
05.02.2026 von MarSOb Robert Eggers´ Nosferatu - Der Untote, Guillermo del Toros Frankenstein oder auch Leigh Whannells Wolf Man, die klassischen Filmmonster erleben aktuell eine Wiedergeburt. Mit Dracula - Die Auferstehung (beziehungsweise unter dem deutlich passenderen Originaltitel Dracula - A Love Tale) ist es nun an Luc Besson, seinen Beitrag zur Rückkehr der bekannten Horrorikonen zu leisten...
Müssen wir tatsächlich noch einmal die allseits bekannte...ach, was soll´s: Wir schreiben das 15. Jahrhundert. Der transsilvanische Prinz Vladimir II. (Caleb Landry Jones) stellt sich auf Geheiß der Kirche einem Heer osmanischer Invasoren entgegen, und schlachtet seine Feinde im Namen Gottes auf brutale Art und Weise ab. Es gelingt ihm allerdings nicht, seine Angebetete Elisabeta (Zoë Bleu Sidel) zu beschützen, weshalb Vlad kurzerhand Gott verflucht und seinem Glauben entsagt. Während Gott ihm im Gegenzug verwehrt zu sterben, verbringt Vlad die kommenden 400 Jahre mit der Suche nach der wiedergeborenen Elisabeta, wobei er dazu verdammt ist, sich von Blut zu ernähren, um seinen untoten Körper bei Kräften zu halten. Im 19. Jahrhundert lernt Vlad schließlich den jungen Notar Jonathan Harker (Ewens Abid) kennen, und erkennt in dessen Verlobten Mina endlich eben jene Frau, an deren Rückkehr er kaum noch zu hoffen gewagt hatte. Doch in Paris, der Heimat Harkers, wartet bereits ein Priester (Christoph Waltz) auf die Ankunft des dunklen Fürsten, um dessen 400 Jahre andauernde Schreckensherrschaft endgültig ein Ende zu setzen...
Wer glaubt, die Handlung von Dracula - Die Auferstehung wirkt ein wenig wie ein wildes Potpourri diverser Blutsauger-Verfilmungen, der liegt damit absolut richtig. Luc Besson hat mit seinem Drehbuch zwar versucht, einen neuen Blickwinkel für die bekannte Geschichte zu finden, und seine Adaption auf Basis einer Liebesgeschichte zu erzählen, verlässt sich bei seiner Inszenierung aber dann doch lieber auf das, wofür man den Franzosen eben kennt - zusätzlich garniert mit einigen Einstellungen und ganzen Sequenzen, die beim genre- und themenaffinen Publikum ohne jeden Zweifel sofort das ein oder andere Déjà Vu auslösen. Bei einer Geschichte, die schon so oft erzählt wurde wie die von Grad Dracula, ist das aber gar nicht weiter schlimm, denn Luc Besson gelingt es absolut mühelos, seiner Interpretation des berühmten Bram Stoker Romans seinen ganz persönlichen Stempel aufzudrücken. Weder in moderne Ästhetik getaucht wie Nosferatu - Der Untote, noch lasziv-dekadent wie Francis Ford Coppolas Dracula, sondern vielmehr eine beinahe cartoonhaft überzeichnete, von wilden Ideen geprägte und alles andere als zurückhaltende Pop-Art Variante vor dem Hintergrund einer ewig währenden und leidenschaftlichen Liebe ist es, die Dracula - Die Auferstehung uns präsentiert. Und das teilweise so absurd und over-the-top, dass man es wahrlich sehen muss, um es wirklich zu glauben. Und Dracula - Die Auferstehung zu sehen lohnt sich zweifellos, auch wenn Luc Bessons Werk - mal wieder - vor allem auf seine Schauwerte und den filmgewordenen Irrsinn setzt, den er hier losgelassen hat. Aber sind wir doch ehrlich: Genau dafür lieben wir doch die Filme des Franzosen...
Details der Blu-ray
Sieht man von ein paar wenigen Szenen ab, in denen der Schwarzwert ein wenig ins Gräuliche abfällt, liefert die Blu-ray im Allgemeinen ein sehr scharfes, detailfreudiges und kontraststarkes Bild mit kräftiger, satter Farbdarstellung, was dem allgemeinen Look und Style von Dracula - Die Auferstehung sehr gut zu Gesicht steht. Während die in Dolby Atmos vorliegende Tonspur grundsätzlich sehr dynamisch und kraftvoll abgemischt wurde und auch immer wieder gezielte Umgebungsgeräusche und Effekte im ganzen Raum einbindet, zeigt sich vor allem der von Danny Elfman komponierte Score sehr dominant - was in Anbetracht der stimmigen Untermalung aber alles andere als negativ zu sehen ist. Die Sprachausgabe bleibt unterdessen durchwegs klar, sauber und verlustfrei. Cover & Bilder © PHOTO SHANNA BESSON © 2025 LBP - EUROPACORP - TF1 FILMS PRODUCTION - SND/ LEONINE Studios Das Fazit von: MarS
|
|

Inhalt




Kommentare[X]