Horologium - Die Oroloj von Prag

Horologium - Die Oroloj von Prag

Genre: Worker Placement • Expertenspiel • Enginebuilding
Autor: Abraham Sanchez Hermida, Paloma J. Pascual
Illustrator: Amelia Sales, Jesús Fuentes
Spieleverlag: Frosted Games / Perro Loko Games
Empfohlenes Alter: 14
Spieldauer: 30 Minuten pro Person

Horologium - Die Oroloj von Prag   02.11.2026 von Born2bewild

Schon auf der SPIEL 2025 war Oroloj ein Geheimtipp. Auf der Berlin Con 2026 konnten wir die deutsche Version, genannt Horologium - Die Oroloj von Prag schon anspielen und jetzt testen. Bei der Mischung aus Workerplacement und Engine Building konstruieren wir als Baumeister*innen des 19. Jahrhunderts das Kalendarium und die beweglichen Apostelfiguren der berühmten Uhr in Prag. Auf den ersten Blick wirkt der Spielplan komplex wie ein Uhrwerk, doch auf den zweiten offenbart er sein wahres Potential. Ob der Spielmechanismus ähnlich präzise funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk oder das Spiel doch nur Zeitverschwendung ist, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Spielmaterial und Aufbau

 

Schon beim Auspacken wird klar: Horologium muss ein Expertenspiel sein. Das Spiel bietet neben dem Spielplan weiteres Material aus Karton in zehn(!) Stanzbögen. Das alleine auszupöppeln waren schon die ersten erfreulichen fünfzehn Minuten der Spielvorbereitung. Noch zu erwähnen ist, dass zwei der zehn Stanzbögen etwas dicker sind und das Material für die Uhr enthalten. Damit sind diese Teile etwas robuster, während der Rest des Materials von normaler Dicke ist. Hinzu kommen noch ein Haufen Spielmaterial aus Holz, einige Spielfiguren und Marker in Spielerfarben sowie die Ressourcen. Außerdem gibt es noch einen eingeschweißten Stapel Karten und einen Stoffbeutel sowie einige Zipp-Beutel zum anschließenden Verstauen des Materials. Insgesamt ist das Spielmaterial genretypisch gestaltet. Überall findet man Symbole und Abläufe, die nach dem Studium der Anleitung einzelne Spielsituationen veranschaulichen. Dadurch fand Alex den Spielplan zu Beginn aber ein wenig überladen. Das gibt sich allerdings nach ein paar Minuten Spielzeit oder Regelstudium. Ansonsten ist alles stimmig und hübsch gestaltet. Das, was sich uns nur nicht so ganz erschlossen hat, ist die Aufteilung der Spielertableaus. Sie bestehen aus drei Teilen, die man vielleicht hätte auch miteinander verbinden können. Ansonsten sind es zwar keine Double-Layer-Boards, bieten aber durch die Aussparungen Fixierungspunkte für Eure Marker. Ein nettes Gimmick sind die Zahnräder am oberen Teil der Tableaus, die Ihr zusammensteckt und im späteren Spiel immer wieder umdrehen müsst. Neben dem Auspöppeln kommt auch das Zusammensetzen des Apostelgang-Tableaus dazu. Für ungeschickte Finger gibt es eine zusätzliche Kunststoffhalterung für die Uhr als Reserve.

 

Der Spielaufbau ist ähnlich umfangreich wie das Spielmaterial. Als erstes legt Ihr den Spielplan in die Mitte. Hierauf müsst Ihr diverse Marker legen, auf die wir an dieser Stelle nicht genauer eingehen. Wichtig zu erwähnen ist, dass es an drei Stellen einen abweichenden Aufbau für die erste Partie gibt: Beim Tagestableau, bei den Kalendarium-Abschnittsplättchen und bei den Startressourcen. Diese abweichenden Aufbau-Hinweise sind immer erst nach dem jeweiligen Abschnitt, was aus unserer Sicht etwas unglücklich ist, denn wenn Ihr die Anleitung Schritt für Schritt von oben nach unten durchgeht, seid Ihr mit dem Aufbau bereits fertig, wenn Ihr den Hinweis lest.

 

Interessant zu erwähnen ist noch, dass ein großer Teil des Spielplans durch die vielen Plättchen und Marker variabel ist. Von den Zielen und Aufgaben gibt es meist doppelt so viele wie benötigt, sodass für Abwechslung gesorgt ist. Die Uhr ist ebenfalls erwähnenswert. Sie setzt sich aus drei Scheiben zusammen, von denen die unterste fest ist und die oberen sich drehen lassen. Beim Aufbau des Kalendariums müsst Ihr je nach Zahl der Spielenden eine entsprechende Anzahl an Plättchen zufällig aus dem Stoffsack ziehen. Diese legt Ihr auf das Ziffernblatt und deckt die gleichen Ziffern auf dem Konstruktionsplan ab. Dann zieht Ihr ein weiteres, legt es auch auf das Ziffernblatt, lasst aber das Feld des Konstruktionsplans frei. So gibt es immer einen anderen Aufbau des Kalendariums, was andere Baukosten verursacht.

 

Der Aufbau der Spielertableaus ist wiederum sehr übersichtlich. Ihr verteilt sie zufällig, stellt Eure Arbeiter auf die entsprechenden Felder und die quadratischen Marker auf die untersten Felder, ebenso wie den neutralen Hahnmarker. Von den übrigen Arbeitern stellt Ihr noch je einen oberhalb der Werkstattkarten auf den Plan. Dann solltet Ihr noch fünf übrig haben. Wenn Ihr mit drei oder mehr Personen spielt, kommt davon noch einer zurück in die Schachtel. Anschließend nehmt Ihr Euch je fünf Zahnradplättchen und baut sie oben an Euer Tableau an. Ihr mischt die Start- und Werkstattkarten und bildet daraus Pärchen, immer eins mehr als Personen mitspielen. Wer zuletzt in Prag war, darf das Spiel beginnen. Die Person rechts davon startet die Auswahl der Startressourcen-Werkstattkarten-Kombination, gefolgt von den übrigen entgegen dem Uhrzeigersinn. Die Werkstattkarte schiebt Ihr links unter Euer Tableau, Ihr legt den letzten Würfel auf das unterste Feld und nehmt die ersten Ressourcen. Dann kann es auch endlich losgehen mit dem Konstruktionswettstreit.

 

Ziel des Spiels

 

Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, warum also die Oroloj von Prag? Hier habt Ihr immerhin vier Tage Zeit, denn wenn der Hahn das vierte Mal kräht, läutet er den letzten Tag ein. Doch damit nicht genug, denn genau wie in realen Projekten werden die Tage immer kürzer, Euch kommen sie aber am Ende immer länger vor. Reihum führt Ihr Aktionen durch und konstruiert so das Kalendarium und Eure Apostelwand. So erhaltet Ihr teilweise sofort Siegpunkte oder baut auf Siegpunkte, die Ihr am Ende des Spieles erhaltet. Eines der drei Tagestableaus gibt dabei die Spiellänge vor, beziehungsweise den Zeitraum, bis der Hahn das nächste Mal kräht. Macht er das zum erwähnten vierten Mal, spielt Ihr die Runde noch zu Ende und ermittelt, wer das Spiel mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

 

Die Anleitung

 

Mit 23 Seiten ist die Anleitung schon sehr umfangreich. Allerdings sind vier Seiten davon Kartenerklärungen und weitere vier beschreiben den Solomodus. Somit bleiben am Ende nur etwa fünfzehn Seiten übrig. Vorab sei gesagt: Wir haben das Spiel im Rahmen der Berlin Brettspielcon 2026 bereits erklärt bekommen, hatten dadurch beim Lesen der Anleitung also einen Vorteil. Insgesamt sind es schon relativ viele Regeln, die insgesamt aber gut erklärt sind. Manche Passagen sind allerdings etwas ungünstig formuliert, was am Ende aber nichts daran ändert, dass die Regeln verständlich und gut strukturiert erklärt sind. Es gibt viele Bilder und Beispiele, die diese veranschaulichen. Darüber hinaus gibt es für jede Person eine Übersichtskarte mit den Zusatzaktionen. Diese sind ebenfalls gut dargestellt bis auf die Gold- und Münzen-Tauschaktion. Hier hätte man nicht nur die Münze, sondern gleich den Goldbarren auch mit abbilden können. Ansonsten ist vieles - wie bei Workerplacement üblich - auf dem Spielbrett oder den Tableaus abgebildet. Lediglich die Phase, wenn der Hahn kräht, haben wir vermisst. Insgesamt ist das aber Kritik auf sehr hohem Niveau und wir sind mit der Anleitung sehr zufrieden.

 

Wer hat an der Uhr gedreht?

 

Beginnend mit der Startspieler*in seid Ihr reihum dran und habt die Wahl zwischen zwei Aktionen:

 

  • Uhr aktivieren
  • Passen

 

Das klingt erst einmal sehr übersichtlich, doch das Aktivieren der Uhr löst im Grunde genommen erst Eure Aktionen aus. Seid Ihr an der Reihe, könnt Ihr das innere Rad der Uhr um ein Feld weiterdrehen. Setzt Ihr Zahnräder ein, so könnt Ihr pro Zahnrad ein Feld weiter oder sogar das mittlere Ziffernblatt entgegen des Uhrzeigersinnes drehen und so die Kombinationen der Aktionen verändern. Ihr habt somit zwei Aktionen, die sich aus den Abbildungen den mittleren und äußeren Feldern zusammensetzen. Auf den mittleren Feldern gibt es zwei Typen von Feldern:

 

  • Produktion
  • Meistergrade erlangen

 

Bei der Produktion ist immer eine Ressource mit einem Zahnrad abgebildet. Wählt Ihr diese Aktion, prüft Ihr den Stand der Produktion dieser Ressource im unteren Bereich Eures Tableaus. Dann nehmt Ihr Euch die dort aufgeführten Ressourcen. Wählt Ihr die Aktion „Meistergrade erlangen“, lauft Ihr mit Eurem Meistergrad-Marker auf der Leiste mit der entsprechenden Farbe nach vorne. Außerdem habt Ihr die Möglichkeit, für eine Goldmünze einen weiteren Schritt auf einer beliebigen der drei Leisten zu gehen. Die Leisten bringen Euch beim Betreten bestimmter Felder Boni, aber sie stehen auch für die drei Aktionen beim Aktivieren der Uhr.  Das sind Passen oder den Maler beziehungsweise Mond bewegen. Je weiter Ihr auf diesen Leisten vorlauft, je stärker werden diese Aktionen. Wie stark, seht Ihr immer auf der Spalte links neben den Feldern. So könnt Ihr beispielsweise beim ersten Meistergrad in der höchsten Stufe das innere Rad um bis zu vier Felder drehen.

 

Auf dem äußeren Teil des Ziffernblattes gibt es sieben weitere Aktionen:

 

  • Bildhauer aktivieren
  • Apostel nehmen
  • Maler bewegen
  • Mond aktivieren
  • Konstruktion
  • Werkstatt erweitern
  • Aufwertung ausführen

 

Wenn Ihr den Bildhauer aktiviert, nehmt Ihr Eure Bildhauer-Figur und stellt sie auf eines der vier Felder. Darunter findet Ihr die Aktionen, die Ihr nun durchführen müsst, je nachdem welche Stufe Euer Maler durch die Meistergrad-Leiste bereits erreicht hat. In der ersten Stufe müsst Ihr immer mindestens ein Zahnrad auf die kaputte Seite drehen, um Gold und Geld zu erhalten, Eure Werkstatt zu erweitern, die Konstruktionsaktion durchzuführen oder den Mond oder Maler zu bewegen.

 

Bei der Aktion „Apostel nehmen“ kommt das Zusatztableau mit den Zahnrädern und den Aposteln zum Einsatz. Ihr dürft Euch nun aus Eurem eigenen Vorrat einen der beiden unten stehenden Apostel nehmen und auf eines der Felder Eures Tableaus legen. Anschließend müsst Ihr die Zahnräder in Pfeilrichtung weiterdrehen. Erreicht dabei einer der roten Pfeile des linken Rads die Markierung, wandert die Hahnenfigur ein Feld weiter nach rechts. Erreicht es dabei das Ende der Leiste, nehmt Ihr die Figur und führt am Ende Eures Zuges den Hahnenschrei durch.

 

Der Maler befindet sich auf dem Ring des Kalendariums. Ihr dürft ihn je nach Meistergrad im Uhrzeigersinn bewegen. Dabei müsst Ihr aber mindestens ein Feld vorwärts gehen. Anschließend wählt Ihr eine der Belohnungen, die vor oder nach dem Feld des Malers abgebildet ist.

 

Auf der Uhr befindet sich der Mond, den Ihr alternativ zum Maler aktivieren könnt. Eure Bewegungspunkte ergeben sich durch Euren Meistergrad auf der grünen Leiste. Ihr bewegt ihn aber exakt um die möglichen Bewegungspunkte und nehmt Euch alle Belohnungen, die auf dem Weg abgebildet sind. Dies sind Rohstoffe oder die Reparatur Eurer kaputten Zahnräder.

 

Etwaskomplizierter ist die Aktion „Konstruktion“. Hier müsst Ihr zuerst prüfen, ob Ihr noch einen freien Arbeiter habt. Ist das nicht der Fall, dürft Ihr diese Aktion gar nicht durchführen. Ansonsten wählt Ihr, ob Ihr eine Zahl oder ein Sternzeichen bauen möchtet. Dann nehmt Ihr die Hammerfigur des entsprechenden Konstruktionsfeld und bewegt es maximal um die durch Eure Werkstattstufe vorgegebene Feldanzahl im Uhrzeigersinn. Hier dürft Ihr aber auch vorher stehenbleiben. Nun wählt Ihr eines der angrenzenden vier Plättchen und prüft, welche Rohstoffkosten sich in der Zeile und Spalte dieses Plättchens befinden. Diese müsst Ihr bezahlen. Das heißt also, mit jedem gebauten Plättchen werden die Kosten auch höher. Aber: Ihr erhaltet sofort im Anschluss für jeden ausgegebenen Rohstoff zwei Siegpunkte. Dann legt Ihr das Plättchen auf das entsprechende Feld der Uhr und stellt einen Eurer Arbeiter darauf. Hierfür erhaltet Ihr auch noch einmal zwei Siegpunkte. Grenzen weitere Plättchen an Euren Arbeitern, dann erhaltet Ihr für jedes dieser Plättchen weitere zwei Siegpunkte. Das ist aber noch nicht das Ende der Aktion. Ihr guckt auf den Ring des Malers und dürft die neben Eurem Plättchen abgebildete Aktion ausführen. Sobald Ihr in Eurer Werkstatt in Stufe zwei oder drei seid, habt Ihr hier eine weitere Aktion, die Ihr am Ende der Konstruktion ebenfalls noch ausführen dürft. Ihr merkt also: Aktionen dauern im späteren Spielverlauf länger und bestehen aus Kombinationen mehrerer Boni.

 

Eine weitere Möglichkeit, an mehr Aktionen oder Boni zu kommen ist es, die Werkstatt auszubauen. Es gibt eine Auslage von drei Karten, die zwischen ein bis drei der auf den jeweiligen Karten abgebildeten Ressourcen kosten. Hinzu kommt jeweils eine Farb-Ressource. Kauft Ihr die Erweiterung, dürft Ihr euch - sofern noch vorhanden - Euren Arbeiter über dieser Karte nehmen und die Karte selbst auch. Anschließend baut Ihr die Karte rechts oder links an Eure bereits vorhandenen Werkstattkarten an und führt den Bonus im oberen Bereich der Karte aus, gefolgt von dem, den Ihr gegebenenfalls durch das Zusammenlegen von zwei Karten vervollständigt habt.

 

Ebenfalls an neue Arbeiter kommt Ihr durch das Aufwerten. Ihr dürft entweder eine Eurer Produktionsmarker um ein Feld nach oben setzen, um später mehr zu produzieren, oder Euren Werkstattmarker um ein Feld nach oben setzen, um bei der Konstruktion weitere Boni zu erhalten und mehr Felder mit dem Hammer laufen zu können. Hier erhaltet Ihr die Arbeiter auf der rechten Seite sobald Ihr alle Eure Produktionen auf oder über die Zeile dieses Arbeiters bewegt habt.

 

Während Eures Zuges dürft Ihr jederzeit die sechs Zusatzaktionen ausführen. Dabei könnt Ihr jederzeit drei gleiche Ressourcen (Holz, Stein oder Farbe) in ein Gold umtauschen. Gold und Münzen dürft Ihr übrigens auch jederzeit als eine dieser Ressourcen nutzen. Außerdem prüft Ihr, ob Ihr eins der Aufgabenplättchen erfüllt habt. Ist das der Fall, stellt Ihr einen Eurer Arbeiter auf das oberste Feld unter der Aufgabe. Dieser muss aber bis zum Rest des Spiels hier stehen bleiben. Ihr müsst also abwägen, ob Ihr Euren Arbeiter entbehren könnt oder ob Ihr wartet und damit riskiert, dass sich da jemand anderes hinstellt und Ihr am Ende des Spiels weniger Siegpunkte erhaltet. Eine weitere Zusatzaktion ist das Verwenden von Schriftrollen. Ihr erhaltet Sie auf den entsprechenden Feldern der Meistergrad-Leisten und dreht sie erst um, wenn Ihr den dort abgebildeten Bonus einsetzt. Wenn Ihr Apostel habt, könnt Ihr diese mit der Zusatzaktion „Apostel Einsetzen“ auf Eure Apostelwand legen. Ihr müsst dafür aber die links abgebildeten Ressourcen bezahlen und erhaltet den abgebdeckten Bonus (zum Beispiel einen neuen Arbeiter). Sofern Ihr eine Reihe oder Spalte vervollständigt, erhaltet Ihr außerdem den am Ende oder darunter abgebildeten Bonus. Ebenfalls einen Bonus bringen Euch Gehilfen, die Ihr ebenfalls über die Meistergrad-Leisten erhaltet. Sie liegen auf dem entsprechend markierten Feld Eures Tableaus und können mit der Aktion „Assistent Platzieren“ auf eine Eurer Werkstattkarten gelegt werden. Ihr zahlt die auf der Karte unten abgebildete Ressource und erhaltet dafür den nun abgedeckten Bonus.

 

Solltet Ihr mal keine Arbeiter mehr zur Verfügung haben oder welche zurücknehmen wollen, könnt Ihr alternativ auch passen. Dabei guckt Ihr auf die rosa Meistergrad-Leiste und führt die Aktionen von oben nach unten aus. Als erstes nehmt Ihr von der Uhr und dem Kalendarium die entsprechende Anzahl an Arbeitern zurück in Euren Vorrat. Anschließend dürft Ihr den Mond aktivieren, bis Ihr abschließend den Hahn um ein Feld nach vorn bewegen müsst. Trotzdem dürft Ihr aber auch hier jederzeit Zusatzaktionen ausführen.

 

Apropos Hahn: Dieser erreicht irgendwann das Feld 0 und kräht. Ihr schaut nun als erstes, wo Euer persönlicher Hahnenmarker steht. Die dort aufgedruckte Zahl gibt an, wie viele Eurer Zahnräder Ihr reparieren dürft. Das ist wichtig, denn anschließend bekommt Ihr für jedes nicht reparierte Zahnrad Minuspunkte auf der Siegpunkteleiste. Anschließend bewegt Ihr den Tagesanzeiger ein Feld nach rechts und stellt den Hahn auf die Zahl der Hahnenleiste, die der Tagesanzeiger auf seiner Leiste gerade verdeckt hat. Es geht so lange weiter, bis der Hahn das vierte Mal kräht oder Ihr die Uhr fertig gebaut habt. Dann beendet Ihr nur noch die Runde und zählt Eure Siegpunkte zusammen. Auf dem Spielplan findet Ihr nicht nur bunte Siegpunkt-Wappen, die Euch sofort Siegpunkte bringen, sondern auch graue Wappen, die erst am Ende des Spiels in Siegpunkte umgewandelt werden. Am Ende gewinnt wie üblich die Person mit den meisten Siegpunkten.

 

Bildergalerie von Horologium - Die Oroloj von Prag (11 Bilder)

Lieferumfang

 

Allgemeines Spielmaterial

 

  • 1 Bonus-Ziffernblatt
  • 1 Aktions-Ziffernblatt
  • 1 Rotationsachse
  • 1 Mond
  • 12 Kalendarium-Abschnittsplättchen
  • 1 Tableau Apostelgang
  • 2 Apostel-Zahnräder
  • 1 Goldener Hahn
  • 1 Tagesanzeiger
  • 1 Maler
  • 3 Tagestableaus
  • 12 Monatsplättchen
  • 6 Abdeckplättchen Monate
  • 12 Sternzeichenplättchen
  • 6 Abdeckplättchen Sternzeichen
  • 1 Spielplan
  • 18 Assistenten
  • 24 Schriftrollen (rotes Siegel
  • 2 Hämmer
  • 1 Abschließende Konstruktion-Plättchen
  • 21 Karten Werkstatt
  • 8 Karten Startressourcen
  • 6 Karten Schmiede
  • 4 Übersichtskarten für Zusatzaktionen
  • 9 Aufgabenbonusplättchen
  • 6 Königliche Schriftrollen (blaues Siegel)
  • 1 Beutel
  • 15 Gold
  • 18 Münzen
  • 20 Farben
  • 30 Hölzer
  • 20 Eisen

 

Persönliches Spielmaterial

 

  • 1 Spieler-Tableau
  • 1 Schmiede
  • 1 Anbau
  • 1 Hahnmarker
  • 5 Zahnradplättchen
  • 3 Produktionsmarker
  • 14 Arbeiter
  • 3 Meistergradmarker
  • 1 Schmiedemarker
  • 1 Bildhauer
  • 1 Siegpunktmarker
  • 12 Apostelplättche

 

Spielmaterial Solomodus

 

  • 18 Aktionskarten
  • 3 Wertungskarten Schwierigkeitsgrad Fortgeschritten
  • 3 Wertungskarten Schwierigkeitsgrad Normal
  • 1 Übersichtskarte Schlusswertung
  • 5 Wertungsplättchen
  • 3 Prüfplättchen
  • 1 Plättchen Erfüllte Aktionen
  • 3 Plättchen Meistergrade
  • 3 Aktionsplättchen Rundenende
  • 1 Prüfplättchen Fortschritte Meistergradleiste


Cover & Bilder © Cover: Frosted Games / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Das erste Mal hörte ich von Oroloj auf der SPIEL 2025. Da weckte das Spiel schon irgendwie mein Interesse, doch da es noch nicht auf Deutsch verfügbar war und sehr komplex aussah, war mein Interesse nur mäßig. Dann sahen wir es bei den Ankündigungen der Berlin Con beim Frosted-Stand als Horologium - Die Oroloj von Prag und meldeten uns gleich für eine Proberunde an. Die war am Ende zwar sehr kurz, aber brachte uns zumindest die Mechaniken näher und überzeugte uns. Zuhause muss ich jetzt sagen: ja, der erste Eindruck ist, dass das Spiel sehr komplex und überladen ist. Doch durch die wenigen Aktionen (2 pro Runde) kommt man schnell rein. Darüber hinaus hat man so grob eine Vorstellung, was man möchte und muss dann nur gucken, wie man da hinkommt. Dadurch, dass man die Uhr für die Aktionen auch nicht beliebig drehen kann, ist die Auswahl bei den zwei Aktionen auch nicht so groß. So fängt das Spiel einfach und „schnell“ an und wird erst gegen Ende komplexer. So entstehen dann Aktionsabfolgen und Kombinationen, die teilweise sehr lange dauern. Der Hahn tritt am Ende zwar nur zwei bis drei Mal in Aktion bis der Tag endet, doch kräht er dafür bedeutend seltener. Zeitlich dauerte das Spiel bei uns bei drei Personen etwas länger: gute drei Stunden. Aber es ist eben sehr stark davon abhängig, wie lange man für seinen Zug überlegt. Da sind 30 Minuten pro Person schon sehr knapp. Alles in Allem gefällt mir das Spiel von vorne bis hinten sehr gut. Es wirkt durchdacht, ausgeglichen und man ist voll im Thema drin. Das Spielmaterial ist gut gelungen. Am Ende ein hervorragendes Expertenspiel, das ich an dieser Stelle mit 10/10 Punkten prämiere. Wenn Ihr Workerplacement mögt, ist es ein Muss!

 

Josi:

Ich kann mich Alex bei diesem Spiel nur anschließen. Jede Runde ist abwechslungsreich und anders, das Material ist sehr schön gestaltet und sobald man die Symbolik raushat, ist es ein hervorragendes Workerplacement. Absolute Empfehlung von mir mit 10/10 Punkten.


Die letzten Artikel des eingeschworenen Redaktions-Teams in leidenschaftlicher Kooperation:




Kommentare[X]

[X] schließen