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Raising Robots
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BEWERTUNG |
09.06.2026 von 2-PL4Y3R5Raising Robots sieht einfach superknuffig aus – schaut euch nur das Cover an! Besonders haben uns die Erfinderkarten gefallen, und das Cover des Regelhefts ist einfach mega. Das Erste, was wir nach dem Auspacken getan haben, war, die 96 einzigartigen Roboterkarten durchzusehen – nur wegen der Artworks. Da haben die Illustratoren großartige Arbeit geleistet. Selten heben wir Illustrationen schon in der Einleitung hervor, aber hier musste das einfach sein. Jetzt kommt aber der Kontrast: Lasst euch von dem knuffigen Artwork nicht täuschen, denn Raising Robots ist ein knallharter Engine-Builder. Dieser „Mismatch“ zwischen kindlichem Artwork und spielerischer Komplexität kann leicht in die Irre führen; daher gehört dieser Hinweis unbedingt in die Einleitung. Genug aber der Vorrede: Schauen wir uns an, was Raising Robots neben Artwork und toughem Gameplay noch so zu bieten hat – und welchen Spielern wir es empfehlen würden: Grundschulkind oder Hochschulprofessor?
Das Material und die Vorbereitung
Raising Robots wurde durch ein Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen. In der entsprechenden Deluxe-Edition kommen die Marker aus Holz; wir bereuen es etwas, diese verpasst zu haben. Die Retail-Edition, die uns vorliegt, hat ausschließlich Marker aus Pappe. Da diese Marker auf dem Tableau hin- und her- sowie aneinander vorbeibewegt werden müssen, ist das mit den Pappmarkern etwas fisselig. Das Downgrade betrifft also nicht nur die Optik, sondern auch das Spielgefühl. Bis auf die Marker ist das restliche Spielmaterial allerdings von guter Qualität. Die sechs Spielertableaus sind riesig, stabil und machen auch optisch einiges her; sie füllen effektiv die Hälfte der Spielschachtel. Und auch ein Wertungsblock ist dabei – das ist auch nicht unbedingt selbstverständlich.
Die persönliche Spielvorbereitung dauert ein klein wenig länger. Jeder Spieler nimmt sich eines der identischen Spielertableaus, die sogenannte Werkstatt – das Herzstück für das Engine-Building. Hier sind fünf Bereiche zu erkennen, welche farblich identisch zu den auf dem Spieltableau dargestellten Phasen hervorgehoben sind. Ihr dürft raten! Genau, diese Bereiche sind jeweils dann relevant, wenn im Spielverlauf die entsprechende Phase abgehandelt wird. Im oberen Bereich der Werkstatt findet man das Lager. Daneben werden alle acht Ressourcenmarker platziert; der jeweilige Bestand einer Ressource wird durch das Bewegen auf der Lager-Leiste angezeigt. Jetzt müssen noch die insgesamt 16 Upgrademarker in vier verschiedenen Farben auf die entsprechend farblich hervorgehobenen runden Felder der Werkstatt platziert werden. Die auf den Feldern abgebildeten Boni werden erst beim Upgrade freigeschaltet.
Zwei der fünf ausgewählten Roboterkarten dürfen direkt ohne Kosten in die Werkstatt gespielt werden; das ist der Start für deine Engine. Die Hintergrundfarbe der Karte zeigt an, in welchen der drei Bereiche (Design, Herstellen, Recyclen) die Karte gespielt werden darf. Außerdem darf ein Upgrademarker aus der Werkstatt entfernt und falls gewünscht (und möglich) bereits auf eine Roboterkarte übertragen werden, um ihre Aktionen zu verbessern. Zuletzt erhält jeder Spieler drei Batterien und drei Klebeband, was durch die Bewegung der entsprechenden Marker auf der Lager-Leiste angezeigt wird.
Jeder Spieler hat zwei kleine Kartensets. Zum einen hat jeder fünf identische Phasenkarten, mit denen zu Beginn jeder Runde zwei Phasen ausgewählt werden, um sie sicher in dieser Runde abhandeln zu dürfen. Zum anderen hat jeder Spieler acht Energiekarten. Beim Spielaufbau muss darauf geachtet werden, dass aus den insgesamt zwölf Energiekarten die acht Karten gewählt werden, die der Spielerzahl entsprechen. Die Energiekarten bestimmen, mit wie viel Energie man die ausgewählten Phasen abhandeln darf (zusätzlich zu den Energiewürfeln auf dem Spieltableau). Der Energiekartenstapel wird gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt. Die Phasenkarten hat man vollständig auf der Hand und somit immer die freie Wahl.
Das Spielziel
In Raising Robots geht es um Siegpunkte. Diese kann man hauptsächlich auf drei Arten erzielen: Jede ausgespielte Roboterkarte bringt meist 3 bis 6 Siegpunkte. Jedes Zeugnis gibt 2 bis 14 Siegpunkte, je nachdem, wie gut das Ziel erfüllt wurde (oder null Punkte, sollte man es komplett vermasselt haben). Zudem kann im Spielverlauf die Aktivierung der Engines in den Phasen Designen, Herstellen und Recyclen Siegpunkte generieren, die auf der Lager-Leiste festgehalten werden. Am Spielende gibt jede dritte übrige Ressource zusätzlich einen Siegpunkt.
Der Spielablauf
Eine Energiekarte gibt dabei die Energiemenge vor, mit der die Phase der zugeordneten Phasenkarte ausgeführt werden darf (meist 1–4 Energie, dargestellt durch das Blitz-Symbol). Zusätzlich können Energiekarten im oberen Bereich ein bis zwei Energiewürfel abbilden; diese werden dann auf die entsprechende Phase des Spieltableaus platziert. Der Clou: Diese Energie steht in der entsprechenden Phase allen Spielern zur Verfügung. Man addiert also für jede Phase den Energiewert der eigenen Energiekarte (falls man die entsprechende Phasenkarte ausgespielt hat) zur Anzahl der Energiewürfel auf dem Feld des Spieltableaus (die von einem selbst oder Mitspielern bereitgestellt wurden). Eines von beidem reicht aus, um die Phase abhandeln zu dürfen. Gibt es keine Energiewürfel auf dem Feld und hat man die entsprechende Phasenkarte nicht selbst gespielt, überspringt man diese Phase. Es gibt übrigens auch Energiekarten, bei denen die Energiewürfel auf dem Spielplan doppelt so viel wert sind – diese sollte man spielen, wenn man vermutet, dass die Mitspieler viel Energie für diese Phase bereitstellen.
In Phase 1 „Upgraden“ darf man die verschiedenfarbigen Upgrademarker entfernen, sollten sie noch auf Feldern der Werkstatt liegen. Dadurch werden Boni freigelegt, die entweder einmalig triggern (die drei Upgrademarker im Bereich „Upgrade“), fortan extra Energie für die entsprechende Phase geben (oberster Upgrademarker der Bereiche „Bauen“, „Designen“, „Herstellen“ und „Recyclen“) oder die Aktionen der Phasen an sich verbessern (die jeweils drei unteren Upgrademarker der Bereiche „Designen“, „Herstellen“ und „Recyclen“). Upgrademarker haben aber eine Doppelfunktion. Einmal entfernt, darf man sie jederzeit auf farblich passende Upgrade-Felder ausgespielter Roboterkarten, Zeugnisse oder seinem Erfinder legen, um die Aktionen der Roboter zu verbessern, den Siegpunktgewinn der Zeugnisse zu erhöhen oder die Sonderfähigkeiten des Erfinders zu erweitern. Welchen Einfluss hat der Energiewert in dieser Phase? Je mehr Energie man für das Upgraden zur Verfügung hat, desto niedriger sind die Ressourcenkosten. Hat man viel Energie zur Verfügung, kann man auch mehrere Upgrades gleichzeitig ausführen. Die Tabelle des Upgrade-Bereichs gibt dabei die genauen Ressourcenkosten für ein einzelnes Upgrade vor, je nachdem, wie viel Energie man ausgibt. Mit 2 Energie könnte man also zwei Upgrades für insgesamt 8 Ressourcen durchführen. Mit 8 Energie könnte man zwei Upgrades für 5 Ressourcen oder vier Upgrades für 14 Ressourcen durchführen.
Jede Roboterkarte hat dabei zwei Aktionen: Die obere Aktion ist direkt nach dem Bau freigeschaltet. Die untere Aktion wird erst durch das Platzieren eines Upgrademarkers freigeschaltet und ist dementsprechend besser. Aktionen von Robotern erfordern auch eine Mindestmenge Energie, zwischen 1 und 7. Roboterkarten, die einen Energiewert fordern, den man in der aktuellen Phase nicht zur Verfügung hat, werden bei der Aktivierung übersprungen. Was machen Roboterkarten so? Sie generieren Ressourcen, erlauben es, Ressourcen ineinander umzuwandeln oder generieren aus Ressourcen Siegpunkte. In diesem Sinne versteht man Roboterkarten auch als Ressource, d.h. Roboter können es ermöglichen, für Ressourcen Karten zu ziehen oder für das Abwerfen von Karten Ressourcen oder Siegpunkte zu generieren.
Spielmaterial
Allgemeines Spielmaterial
Spielermaterial (je Spieler):
Cover & Bilder © Cover: Spiel Das! Verlag / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de Das Fazit von: 2-PL4Y3R5
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Schauen wir uns den Spielaufbau an. Dieser geht für ein Strategiespiel richtig schnell. In die Tischmitte kommt das
Unten links in der Werkstatt findet man eine Erinnerung zum
Raising Robots wird über insgesamt acht Runden gespielt, wobei jede Runde identisch abläuft. Zu
Jetzt geht es endlich los. Die
In
Nun folgen also die
Wurden alle fünf Phasen abgehandelt, folgt das 




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