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The Cut
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BEWERTUNG |
22.02.2026 von MarSIm Sportdrama The Cut bekommt Orlando Bloom als ehemaliger Box-Profi die Chance auf ein Comeback. Doch die zweite Chance bringt unweigerlich auch ihre Schattenseiten mit sich...
Eine demütigende Niederlage hat einen irischen Boxer (Orlando Bloom) dazu gebracht, dem Profisport den Rücken zu kehren und fortan gemeinsam mit seiner Frau Caitlyn (Caitríona Balfe) als Trainer in einem kleinen Studio zu arbeiten. 10 Jahre später wittert er jedoch die Chance auf ein Comeback, als ihm ein Preiskampf in Las Vegas gegen den amtierenden Champion seiner Gewichtsklasse angeboten wird. Bedingung dafür ist allerdings, dass er innerhalb von nur einer Woche fast 15 Kilo verlieren muss, um sein eigenes Kampfgewicht zu erreichen, was ihn schon bald an den Rand seiner körperlichen und mentalen Belastbarkeit bringt. Während sich Caitlyn weigert, dem Verfall ihres Mannes weiter zuzusehen, setzt sein brutaler Trainer Boz (John Turturro) alles daran, um seinen Schützling auf den Ring vorzubereiten...
Denkt man an andere Box-Filme, die von einem Comeback handeln, denkt man unweigerlich an den obligatorischen Fight, auf den das gesamte Geschehen hinarbeitet, und der - zumindest in den meisten Fällen - mit einem "unerwarteten" Sieg endet. Ganz anders allerdings geht The Cut vor, denn das eigentliche Comeback wird hier zur Nebensache. Stattdessen fokussiert sich The Cut gänzlich auf die brutale und unmenschliche Tortur, die die Hauptfigur durchläuft, um innerhalb kürzester Zeit das erforderliche Kampfgewicht zu erreichen, wobei vor allem Orlando Blooms bemerkenswert intensive Vorstellung hervorzuheben ist. Seine Darstellung des sich bis zur Selbstzerstörung quälenden, nur noch auf sein Ziel fixierter Ex-Profi ist es, die die dialogorientierte, auf das Wesentliche reduzierte und weitestgehend ruhig erzählte Inszenierung in weiten Teilen am Laufen hält, wobei eigentlich nur John Turturro als brutaler, schonungsloser und fast schon mit sadistischen Methoden agierender Trainer mit dessen fesselnder Performance mitzuhalten weiß. Beinahe schon unnötig wirken dabei die zahlreichen Rückblenden in die Kindheit des namenlosen Boxers, ebenso wie das etwas zu übertriebene - wenngleich auch konsequente - Finale, das zwar mit drastischen Bildern das vorangegangene Geschehen gekonnt auf die Spitze treibt, einen abschließenden Höhepunkt aber bewusst vorenthält. Inhaltlich überschaubar, aber erzählerisch stark und beeindruckend gespielt...
Details der Blu-ray
Passend zur Grundstimmung im Film zeigt sich das Bild der Blu-ray die meiste Zeit über schmutzig und von dunklen, trostlosen Farben dominiert, wobei Grundschärfe und Detailgrad durchwegs sehr gut eingestellt bleiben. Eine feine Körnung unterstreicht zusätzlich den Look der Inszenierung, ebenso wie gelegentlich auftauchende, aber offensichtlich beabsichtigt etwas weniger ausgeprägt kontrastierte Szenen. Die Tonspur konzentriert sich bedingt durch den reduzierten Erzählstil vorwiegend auf eine klare, verlustfreie und stets präsente Sprachwiedergabe, wogegen Dynamik und Raumwirkung eher minimalistisch und zurückhaltend ausfallen. Cover & Bilder © Plaion Pictures Das Fazit von: MarS
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