Zoology

Zoology

Genre: Deduktion • Lernspiel • Tierwelten
Autor: Jeffrey CCH
Illustrator: Charlie Lee
Spieleverlag: ICE Makes
Empfohlenes Alter: 8+ Jahre
Spieldauer: 30 Minuten

Zoology   05.05.2026 von 2-PL4Y3R5

Wer hat in der Schule im Biologieunterricht aufgepasst? Ich bin Biochemiker und hatte bei Zoology so einige Probleme, mit der zehnjährigen Tochter eines sehr guten Freundes mitzuhalten. Zu meiner Verteidigung: Statt Tierphysiologie habe ich Pflanzenphysiologie belegt. Anyhow. In Zoology geht es eigentlich gar nicht darum, alles über Tiere zu wissen. In der Tat kann man sehr gut klarkommen, wenn alle dasselbe Falschwissen teilen. Wenn die Hälfte am Tisch allerdings eine Sache glaubt und die andere eine andere, dann führt dies zu sehr komischen Situationen, bei denen am Ende alle lachend unter dem Tisch hängen oder – je nach Mentalität – sich mit nahegelegenen Gegenständen bewerfen. In unseren Testpartien kamen beide Situationen auch tatsächlich vor. Klingt spannend? Details berichten wir in unserem Fazit.

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Viel verschiedenes Spielmaterial braucht es in Zoology nicht. Dafür ist die Materialqualität herausragend, gerade für den Preis. Zoology kommt mit stabilen Kartenhaltern aus Plastik, jeder Menge großformatiger Karten in guter Qualität und die Anleitung ist leinenbeschichtet – wir lieben dieses Gefühl beim Lesen! Das absolute Highlight sind aber die Rate-Marker, die in Form von kleinen, echten Lupen daherkommen. In einem Plastikrahmen sind echte Linsen verbaut. Klar, die Vergrößerungsqualität ist mies, aber es macht trotzdem einiges her!

 

Schauen wir uns den Spielaufbau an. Zuerst wird der Tier-Spielplan zusammengesetzt. Insgesamt gibt es fünf Pläne: den primären, der ein 4 x 4 Raster mit insgesamt 16 der wohl bekanntesten Tiere abbildet, und vier sekundäre, welche jeweils sechs zusätzliche Tiere eines bestimmten Kontinents zeigen. Für jede Partie wird zumindest der primäre Tier-Plan ausgelegt. Möchte man die Partie anspruchsvoller gestalten, kann man beliebige zusätzliche sekundäre Tier-Spielpläne um den primären herum auslegen.

 

Nun werden die zwei Kartendecks vorbereitet. Das Tierkartendeck zeigt dieselben Tiere, die auch auf den Tier-Spielplänen abgebildet sind. Für jede Partie werden die Tier-Karten herausgesucht, die auf den verwendeten Tier-Spielplänen abgebildet sind. Das geht schnell, denn die Karten haben dieselbe Hintergrundfarbe wie auch der entsprechende primäre bzw. sekundäre Spielplan, auf dem das Tier zu finden ist. Das Deck wird dann gut gemischt als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt.

 

Dann werden alle Fragekarten gemischt und ebenfalls als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt. Jede Fragekarte stellt genau eine Frage zu den Merkmalen der Tiere, zusammen mit einer grafischen Illustration, welche das Thema der Frage darstellt. So kann danach gefragt werden, welches Tier das größte, das gefährlichste oder das bunteste ist. Damit ist die allgemeine Spielvorbereitung fast abgeschlossen.

 

Als Vorrat werden lediglich noch die Siegpunkte-Marker und die Rate-Marker bereitgelegt. Die Anzahl der Rate-Marker im Spiel ist abhängig von der Spielerzahl und der Anzahl der ausliegenden Tier-Spielpläne. Sie kann auch dazu verwendet werden, die Schwierigkeit der Partie anzupassen.

 

Jetzt geht es an die Spieler-Vorbereitung. Jeder Spieler erhält einen Kartenhalter aus Plastik und stellt ihn vor sich. Dann bekommt jeder Spieler eine Tierkarte vom Tierkartendeck. Achtung: Die Spieler dürfen ihre eigene Karte nicht sehen, aber die der anderen sehr wohl. Die Tierkarte wird daher so in den Kartenhalter platziert, dass die Vorderseite in Richtung der Mitspieler zeigt. Dann bekommt jeder Spieler drei Fragekarten auf die Hand. Zuletzt nimmt sich der Startspieler den Startspielermarker und legt ihn mit der A-Seite nach oben vor sich aus. Dann kann es losgehen.

 

Das Spielziel

 

Die Spieler konkurrieren darum, das auf ihrer eigenen Tierkarte abgebildete Tier zu identifizieren. Hat man dies in einer Runde als Erster geschafft, gibt es zwei Siegpunkte; schaffen es andere Spieler in derselben Runde ebenfalls, gibt es wenigstens noch einen Siegpunkt.

 

Der Spielablauf

 

Eine Partie Zoology wird über mehrere Runden gespielt, so lange, bis der erste Spieler fünf Siegpunkte gesammelt hat und zum Sieger gekürt wird.

 

Wie läuft nun eine Runde ab? Die Spieler sind im Uhrzeigersinn am Zug, beginnend mit dem Startspieler, und spielen eine ihrer Fragekarten. Die Frage wird laut vorgelesen und alle Spieler diskutieren nun auf Basis der Informationen, die sie haben, welches der Tiere im Spiel auf die Frage passt. Welches der Tiere kann am besten schwimmen? Welches der Tiere kann am besten auf Bäume klettern? Und so weiter. Es kann natürlich zu Uneinigkeiten kommen, insbesondere weil die Spieler ja nicht das eigene Tier sehen; dann wird entsprechend abgestimmt. Das Tier, das die Abstimmung gewinnt, wird zum Champion gekürt. Die entsprechende Fragekarte wird dann vor dem Tier offen und gut sichtbar ausgelegt, als Erinnerung, dass dieses unter allen am besten schwimmen oder am besten auf Bäume klettern kann. Alle Spieler haben dadurch Informationen dazugewonnen. Am Ende des Spielerzuges wird eine Fragekarte vom Nachziehstapel nachgezogen und ein Rate-Marker aus dem Vorrat genommen. Dann ist der nächste Spieler am Zug.

 

Haben alle Spieler in der laufenden Runde ihren ersten Zug ausgeführt, wird der Startspielermarker auf die B-Seite gedreht. Die Runde geht nun in die Rate-Phase über. Jetzt dürfen alle Spieler jederzeit – auch außerhalb ihres eigenen Zuges – Rate-Marker auf den Tier-Spielplan platzieren, um einen Rateversuch zu unternehmen. Hat man falsch getippt, bleibt der Rate-Marker auf dem Spielplan und die Runde wird ganz normal weitergespielt.

 

Bestätigen die Mitspieler allerdings, dass man richtig geraten hat, erhält man zwei Siegpunkte und die Runde geht in die Phase „Zweite Chance“ über. Dies geschieht übrigens auch, wenn der Vorrat an Rate-Markern leer ist. Der Startspielermarker wird wieder auf die A-Seite gedreht. In dieser Phase werden keine Fragekarten mehr gespielt. Die Spieler dürfen im Uhrzeigersinn aber noch vorhandene Rate-Marker verwenden, um weiter zu tippen, welche Tierkarte ihnen zugeordnet ist. Gelingt dies, bekommt man immerhin noch einen Siegpunkt. Haben alle Spieler ihre Rate-Marker aufgebraucht, endet die Runde.

 

Am Ende einer jeden Runde werden alle Tierkarten gemischt und jeder Spieler erhält eine neue, zufällige Tierkarte. Außerdem werden alle Rate-Marker zurück in den Vorrat gelegt, jeder Spieler zieht wieder auf drei Fragekarten nach und der Startspielermarker wird weitergegeben.

 

 

Bildergalerie von Zoology (7 Bilder)

Spielmaterial

 

  • 1 primärer Tierplan
  • 4 sekundäre Tierpläne
  • 40 Tierkarten
  • 70 Fragekarten
  • 6 Kartenhalter
  • 24 Siegpunkte-Marker
  • 18 Rate-Marker (Guess Tokens)
  • 1 Startspielermarker
  • 1 Nachschub-Tisch
  • 1 Regelwerk


Cover & Bilder © Cover: Ice Makes / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de


Das Fazit von: 2-PL4Y3R5

2-PL4Y3R5

Spielspaß/Spielgefühl: Das Tier-Thema ist zwar so gar nicht unseres, aber wir finden edukative Spiele gerade mit den Kids immer eine Bereicherung. Und die sind vor allem auch auf die „echten“ Lupen, die als Rate-Marker fungieren, abgefahren. Sowas haben selbst wir noch nicht gesehen, zumindest nicht in einem Retail-Spiel. Ähnliche Deluxe-Lupen-Marker (ohne wirkliche Lupen-Funktion), die in Darwin’s Journey zum Einsatz kommen, haben separat schon 20 EUR gekostet.

Wie ist Zoology aber nun bei den Spielern, Erwachsenen wie Kindern, angekommen? Die Spielerfahrung ging komplett an unseren Erwartungen vorbei. Die Kids hatten Spaß, aber zu unserer Überraschung hatten wir das auch. Die Spieldynamik lebte von Diskussionen zwischen den Spielern: Einigkeit, Uneinigkeit, Debatten darüber, welches Tier jetzt am gefährlichsten, am buntesten oder am größten ist – und alles mit dem Wissen, dass man natürlich ein Tier gar nicht kennt, nämlich das eigene. Zoology hat uns wirklich überrascht. Vor allem auch die Liebe zum Detail: So hat sogar jede Fragekarte eine einzigartige Illustration, welche das Merkmal visualisiert, um das sich die Frage dreht. Richtig gut, weil so auch Kinder, die noch nicht lesen können, in der Lage sind sich zu orientieren; außerdem kann man mit einem Bild auch leichter erkennen, welche Fragekarte zum Beispiel dem gegenübersitzenden Spieler zugeordnet wurde (wer kann noch nicht auf dem Kopf lesen?).

Auf der anderen Seite sollte man Zoology vermutlich nicht unbedingt gewinnen wollen, weil die Spielerfahrung sonst frustrierend werden könnte. Manche Tiere sind in Kombination mit bestimmten Fragen viel einfacher zu identifizieren als andere. Wer aber Spaß am Spiel, an den Diskussionen und der Spielerinteraktion an sich hat, und vielleicht auch noch etwas Wissen an jüngere Mitspieler vermitteln möchte, der ist mit Zoology mehr als gut beraten. Wir hatten richtig viel Spaß!

 

Balancing/Glücksfaktor: Ein wesentliches Glücksmoment ergibt sich beim Verteilen der Tierkarten. Es kann vorkommen, dass das eigene Tier sehr viele deutliche Unterschiede zu den anderen Tieren aufweist, die wiederum weniger gut zu unterscheiden sind. Wir wollen hier nicht behaupten, dass dies einen eindeutigen Vorteil oder Nachteil darstellt, denn es ist auch abhängig davon, welche Fragekarten gewählt werden. Nun, aber auch Fragekarten werden von einem gemischten Kartenstapel gezogen – immerhin hat jeder Spieler zu jedem Zeitpunkt drei zur Auswahl. Was wir sagen wollen: Die Kombination an Karten am Tisch kann dazu führen, dass es jemand leichter hat als ein Mitspieler. Dies ist in unseren Partien auch vorgekommen, da waren sich alle Spieler einig, aber nur in etwa 5–10 % der Sessions. Das ist voll okay und hat nicht weiter gestört.

Wie sieht es auf der taktischen Ebene aus? Gibt es eine solche überhaupt? Lässt sich das Glücksmoment durch Taktik schlagen? Wirklich auf den Spielverlauf Einfluss nehmen kann man eigentlich nur durch die Entscheidung, welche Fragekarte man in seinem eigenen Zug spielt. Durch diese Karte gewinnen dann alle Spieler Informationen dazu. Man versucht also, eine Karte zu wählen, die den eigenen Informationsgewinn maximiert und den der Mitspieler klein hält. Das ist in der Regel eine Frage, von der man glaubt, dass das eigene Tier gewinnen wird. Denn dann weiß man: Mein Tier ist größer als die Maus, der Hund und das Reh (bzw. das größte Tier unter den Tieren der Mitspieler), während die anderen nur wissen: Mein Tier ist kleiner als das Nashorn. Schrittweise Deduktion, Annahmen machen und dann die Annahmen durch Fragekarten bestätigen lassen – das ist der Weg zum Ziel. Aber: Ob eine der eigenen Fragekarten zu den Annahmen passt, man selbst also eine Chance hat, als Champion hervorzugehen, bleibt Glückssache, vor allem in den ersten Zügen, in denen noch keine sinnvollen Annahmen getroffen werden können.

 

Komplexität/Regeln: Zoology ist regeltechnisch ein Familienspiel, das jeder mitspielen kann. Die Regel hat nur acht Seiten, wobei die Erklärungen zum Spielablauf auf gerade einmal 2,5 Seiten passen. Im Grunde kann man Zoology mit jedem Kind spielen. Das Mindestalter ergibt sich vermutlich daraus, dass das Kind sich dahingehend kontrollieren können sollte, nicht die Tiernamen der anderen Spieler in den Mund zu nehmen – das würde das Spiel natürlich komplett zerstören. Und ja, lesen zu können ist von Vorteil, um die Fragekarten auszuwählen, aber hier können auch die Erwachsenen helfen.

Was den Schwierigkeitsgrad angeht, bietet Zoology gute Anpassungsmöglichkeiten. Für Anfänger oder Partien mit Kindern empfiehlt es sich, nur mit dem Hauptspielplan zu spielen, der insgesamt 16 sehr bekannte Tiere wie Pferd, Katze, Schaf oder Eichhörnchen zeigt. Ehrlich gesagt fanden wir das schon relativ anspruchsvoll – nicht überfordernd, aber es hört sich einfacher an, als es ist. Wer dann eine größere Herausforderung möchte, kann ein bis vier Zusatzpläne einzeln oder in beliebiger Kombination mit jeweils sechs weiteren Tieren ergänzen. Jeder Zusatzplan enthält Tiere von demselben Kontinent (Australien, Afrika, Amerika, Asien). Je mehr Tiere zur Wahl stehen, desto schwieriger ist es, sein eigenes Tier zu identifizieren.

Es gibt noch andere Faktoren, welche die Schwierigkeit beeinflussen. Zum einen wird die Partie bei größerer Spielerzahl etwas einfacher, denn dann ist der Informationsgewinn größer, wenn sich Fragekarten auf mehrere Tiere beziehen. Zum anderen kann man die Anzahl der Rate-Marker erhöhen, um die Schwierigkeit zu reduzieren. Dann kann man öfter raten, und es ist auch nicht schlimm, wenn man mal falsch liegt. Zudem werden ja mit jedem falschen Rateversuch Tiere aussortiert, die es nicht mehr sein können; die Auswahl grenzt sich also ein und spätere Rateversuche werden leichter. Spielt man mit mehreren Tier-Spielplänen, sollte man einen Rate-Marker mehr pro Mitspieler bereitlegen.

 

Spielerinteraktion/Spieleranzahl: Eine wichtige Regel in Zoology ist es, dass keine irreführenden Aktionen ausgeführt werden dürfen. Man sollte über Diskussionen nicht Mitspieler dazu bringen, falsche Schlüsse zu ziehen, und man darf natürlich keine Rate-Marker auf Tiere platzieren, die anderen Spielern zugeordnet sind – sonst wäre es kein Deduktionsspiel. Dennoch: Ob man gewinnt oder nicht, ist maßgeblich davon abhängig, wie gut die anderen Spieler das Tier kennen, das einem zugeordnet wurde. Ja, man muss auch selbst etwas deduzieren können, aber wenn die Mitspieler aus Unwissenheit behaupten, das Nilpferd sei unter einer Katze, einem Hund und einer Maus das leichteste Tier, dann wird man letztlich auf eine komplett falsche Fährte geschickt.

Wie sieht es mit der Spielerzahl aus? Auf der Spielschachtel steht 2–6 Personen. Wir haben Zoology bisher nur in Gruppen zu fünft gespielt. Unsere Meinung: Zoology profitiert massiv von höheren Spielerzahlen, aus mehreren Gründen. Erstens: Je mehr Mitspieler bzw. Tierkarten dabei sind, desto größer der Informationsgehalt durch gespielte Fragekarten. Es ist nicht sehr hilfreich zu erfahren, ob mein Tier das gefährlichste unter drei Tieren ist, wenn es sich bei den anderen beiden Tieren um ein Eichhörnchen und ein Schaf handelt. Je mehr Tiere im Spiel, desto besser kann man Informationen verwerten. Daher werden in Partien mit 2–3 Personen auch immer 1–2 neutrale Tierkarten ergänzt, also 1–2 Tierkarten zusätzlich für alle sichtbar in Kartenhaltern platziert, sodass immer mit mindestens vier Tierkarten gespielt wird. Zweitens: Uneinigkeiten. Selbst mit vier Tierkarten kann es in einer Partie zu zweit leicht zu Uneinigkeiten kommen, und „Abstimmen“ ist da auch schwierig. Drittens: Zoology ist durch die Diskussionen am Tisch ein sehr interaktives Spiel, und Interaktion lebt von der Spielerzahl. Erst ab 4+ Personen macht es so richtig Spaß. Und last but not least, um den Kreis zu schließen, viertens: Es kommt auch seltener dazu, dass Falschinformationen durch Halbwissen Mitspieler auf die falsche Fährte locken. Einer wird es schon wissen und darauf bestehen: „Trust me, das Nilpferd ist viel schwerer“ (ohne natürlich „Nilpferd“ in den Mund zu nehmen).

 

Spieldauer: Auf der Spielschachtel steht 30 Minuten. Das soll der Spieldauer einer Partie entsprechen, die endet, wenn der erste Spieler fünf Siegpunkte gesammelt hat. 30 Minuten erscheinen uns sehr willkürlich. In einer Raterunde bekommt man zwei Siegpunkte, wenn man sein Tier als erster Spieler errät, und immerhin einen Siegpunkt, sollte man danach noch auf das eigene Tier kommen. Je nachdem kann eine Partie also nach drei Raterunden vorbei sein oder eben auch viel länger dauern, wenn alle Spieler abwechselnd gewinnen. Rein theoretisch könnte man aber auch einfach nur eine Runde spielen statt bis fünf Siegpunkte – oder eben eine beliebige Anzahl an Runden, sodass die Spielzeit flexibel anpassbar ist. Im Grunde fühlt sich eine einzelne Runde schon wie eine kleine Partie an: Man teilt Tierkarten aus, spielt abwechselnd Fragen, diskutiert, ordnet sie einem Tier zu, und das alles so lange, bis der Erste sein Tier erraten hat. Dann dürfen alle anderen noch so lange raten, bis sie alle ihre Rate-Marker verbraucht haben, ohne weitere Fragen stellen zu dürfen.

 

Wiederspielbarkeit: Zoology kommt mit vier zusätzlichen Spielplänen, die beliebig mit dem Hauptspielplan kombiniert werden können und so Tiere anderer Kontinente ins Spiel bringen. Das Schöne: Zu Beginn ist es unmöglich, mit allen Spielplänen zu spielen, weil es einfach zu schwierig ist, all die Tiere auseinanderzuhalten. Nach ein paar Partien hat man aber so viel über die Tiere des Hauptspielplans gelernt, dass man weitere, unbekanntere Tiere der anderen Spielpläne hinzunehmen kann. Auch zu diesen lernt man dann dazu und ist immer anspruchsvolleren Kombinationen gewachsen. Dazulernen? Wie das denn? Nun, es gibt immer andere am Tisch, die mehr wissen – und wir haben uns immer wieder dabei ertappt, über die Eigenarten bestimmter Spezies am Smartphone zu recherchieren. Außerdem kommt Zoology mit insgesamt 70 Fragekarten daher. Das sind extrem viele. Besonders das erste Entdecken hat sehr viel Spaß gemacht, denn bei 70 Fragen sind auch einige kuriose dabei. Was noch? Neben dem hier beschriebenen kompetitiven Spiel gibt es auch eine kooperative Variante. Hier beginnt die Raterunde erst dann, wenn der Vorrat an Rate-Markern leer ist. Das Team gewinnt, wenn dann alle Spieler ihr Tier erraten können.

Ein kleiner hypothetischer Ausblick: Die Spielmechanik bzw. das System hinter Zoology lässt sich eigentlich auf beliebige Themenbereiche erweitern. Wir würden uns wünschen, dass Zoology das erste Spiel einer Serie ist. Statt der Tiere könnte man einfachere, aber auch schwierigere Themen hernehmen, um verschiedene Altersgruppen anzusprechen: z. B. „Pflanzen und Pilze“, „historische Personen“ oder „Fahrzeuge“. Für Nerds wären eventuell die Themen „mythologische Kreaturen“, „chemische Elemente und Moleküle“ oder „Brettspiele“ interessant. Mit verschiedenen Themen kann man so viele verschiedene Zielgruppen abholen! Disclaimer: Wir haben keine Insider-Infos, aber der Wunsch ist aufrichtig.

 


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